Am Anfang war...
Die Entstehung des Blasmusikzuges
Die Wingster Vereine bemängelten auf ihren jährlichen Treffen im Januar 1978, dass es Probleme mit der musikalischen Begleitung der Umzüge gab. So kam die Idee auf, eine Blaskapelle zu gründen. Der Schützenverein Zollbaum (Wingst) wurde federführend damit beauftragt. Dieser bildete die Interessengemeinschaft Wingster Blasmusikzug, der Alfred Tiedemann, Heinrich Reyelt, Hans Fastert und Hermann Tiddens angehörten, um die Gründung vorzubereiten. Die Idee war geboren, doch wie konnte sie nun mit Leben gefüllt werden?
Als erstes mußte jemand gefunden werden, der etwas vom musikalischen Handwerk verstand. Helmut Griemsmann erklärte sich bereit, die musikalische Leitung und einen Großteil der Ausbildung zu übernehmen. Durch Wurfsendungen, Handzettel und ein Zeitungsinserat wurden aktive und passive Mitglieder geworben und um Spenden gebeten.
Das erste Treffen der aktiven Interessenten fand am 09. März 1978 im Vereinslokal Butt statt. Es kamen über 40 Personen an diesem Abend.
Da konnte die Ausbildung beginnen, wobei man sagen muss, dass mancher nach den ersten Tönen ”das Horn doch wieder ins Korn geschmissen hat”. Es schlossen sich auch einige dem Musikzug an, die bereits ein Instrument spielen konnten. Die Musiker des Blasmusikzuges Wingst kamen und kommen auch heute nicht nur aus der Wingst, sondern aus dem gesamten Hadelner Raum (z.B. Wanna, Ihlienworth, Cadenberge, Hemmoor...). Helmut bildete mit unermüdlichem Einsatz viele Anfänger aus, organisierte und leitete die Übungsabende am Donnerstag im Gasthaus Butt, wo das Zusammenspiel aller Instrumentengruppen geübt wurde. Dieses war anfänglich sicherlich kein Ohrenschmaus und kostete viel Schweiß und Korn. Die Gründungsversammlung des Blasmusikzuges Wingst fand am 14. Dezember 1978 im heutigen Vereinslokal ”Gasthaus Butt” statt. Der Blasmusikzug wurde als eigenständige Abteilung des Schützenvereins Zollbaum in das Vereinsregister des Amtsgerichtes eingetragen, bekam eine Satzung und einen Vorstand, den Helmut Griemsmann als Vorsitzender anführte.
Die ersten finanziellen Mittel
Ganz ohne Geld ging es auch nicht. Es mußten Instrumente und Noten beschafft werden und wie es sich für einen richtigen Musikzug gehört, wollte man in einer Uniform auftreten. Als Starthilfe spendeten viele Privatpersonen und Vereine, der Schützenverein Zollbaum gab ein größeres Darlehen und die Gemeinde genehmigte dem Verein Zuschüsse.
Die ersten musikalischen Gehversuche
Am 09. Mai 1979 gab der Musikzug sein bis dahin eingeübtes Repertoire bei der Geschäftserweiterung des Vereinslokals ”Gasthaus Butt” zum Besten. Der erste offizielle Auftritt war am 26. Juli 1980 im Spiel- und Sportpark zum ”Tag des Gastes”. Danach spielte der Musikzug auf verschiedenen kleinen Anlässen.
Endlich einheitliche Uniformen
Im Frühjahr 1981 erhielt jeder Musiker eine maßgeschneiderte Uniformjacke mit Hut, mit der 30 Auftritte in diesem Jahr bestritten wurden. Die Uniform wurde am 18. April 1981 bei einem Konzert im Gasthaus Butt vorgestellt. Das erste Schützenfest mit Marschmusik war am 13./14. Juni 1981 in Westerhamm. Vorher wurde natürlich das Marschieren - und zugleich Spielen - geübt. Den Krummenbuscher Weg und die Kanalstrasse rauf und runter.
Es ist schon erstaunlich, wie man aus dem Nichts einen spielfähigen Musikzug schaffen kann. Es gehörte viel Arbeit und Schweiß dazu, aber die Mühen haben sich, wie wir finden, gelohnt.
Entstehung